Die Wolperdinger bei hr4!hr4

(von li.) H. Hillebrand, Sepp, G.Schilling, Stefan, Ernst

“Urig, bärig, steil” ging es am 3. Oktober im hr4-Studio zu und der Spaßfaktor lag allemal bei 1000. Unser Moderator Hermann Hillebrand hatte vergangenen Samstag das Vergnügen, die Wolperdinger bei “Gude, Servus und Hallo” begrüßen zu dürfen. Das da das Studio gebebt hat, ist klar.

Leider konnten nicht alle Wolperdinger hr4 die Ehre erweisen, das wäre wohl auch ganz schön eng im Studio geworden. Aber immerhin zu dritt waren sie. Ernst, Sepp und Stefan haben die anderen souverän vertreten. Natürlich wollte Hermann Hillebrand wissen, was denn eigentlich ein Wolperdinger ist und hat erfahren, dass es sich dabei um ein bayrisches Fabelwesen handelt. Es besteht aus verschiedenen Tieren, so zum Beispiel der Körper des Hasen, die Hörner des Gamsbock und die Füße einer Ente…. Wie die gutaussehenden Männer gerade darauf kamen sich so zu nennen, wird wohl deren Geheimnis bleiben, Ähnlichkeiten sind jedenfalls nicht auszumachen.

Zumindest können wir diese Vielartigkeit des Fabelwesens mit der Musik der Wolperdinger vergleichen. Die ist nämlich ebenfalls mehr als vielseitig, abwechslungsreich und lässt sich in keine Schublade pressen. Eines ist aber immer garantiert – Fez und gute Laune. Die sechs Vollblutmusiker lassen es richtig krachen. Da kann man locker mitsingen “What a happy day” und die Erkenntnis, dass es “doch Bier gibt auf Hawaii” macht das Leben auch irgendwie ein bisschen leichter. …

Redaktion: sute
Bild: © hr Stand: 03.10.2009

Presse

“Die Wolperdinger” wussten mit Alphorn und Gartenschlauch umzugehen

Gruppe gastierte im Rahmen des Jubiläumfestes des Turnvereins in Geiß-Nidda

Auf dem Höhepunkt seines Jubiläumsjahres landete der Turnverein Geiß-Nidda mit dem Auftritt der Stimmungs-, Gaudi- und Showband “Die Wolperdinger” aus dem bayerischen Spessart einen weiteren Volltreffer. Wie Festwirt Rainer Gottmann – Mitglied beim Turnverein und aktiver Mitstreiter und Unterstützer bei allen Veranstaltungen rund um den 100. Geburtstag – im Gespräch erläuterte, hatten ihn die sechs Musiker mit der Vielfalt ihres Repertoires von Abba bis ZZ Top, mit ihrer Bodenständigkeit und der perfekt aufs Publikum abgestimmten Bühnenshow zwischen Alphorn und Gartenschlauch überzeugt. “Die passen einfach in unsere Gegend und zu einem Anlass wie unserem Jubiläum”, so Gottmann.

Die Burschen aus Bayern sollten die in sie gesetzten Erwartungen wahrlich nicht enttäuschen und mischten das Festzelt nach allen Regeln der Kunst auf: “Harald, die Ziach (Akkordeon, Keyboard, Gesang), Ernst, das Rohr (Bariton, E-Bass, Gesang), Joerg, der Krawallo (Schlagzeug, Gesang), Sepp, das Urvieh (Trompete, Gesang, Showman), Karl, die Spessart-Eiche (Klarinette, Saxophon und Urvieh-Bändiger) und Bernd, der Saitenquäler (Gitarre, E-Bass, Gesang)” boten ein zweieinhalbstündiges Saus- und Braus-Programm, das in absolut party-verdächtige Musik zwischen Rock und Pop, Ballade und Schlager überging.

Dazwischen durften zünftige Ausflüge in die Berge und die zugehörige Volksmusik samt Jodler und Krachleder-Schuhplattler natürlich nicht fehlen. Wie hat der bayerische Schriftsteller Ludwig Ganghofer das Fabelwesen “Wolperdinger” genannt? Eine “Hirschbockbirkfuchsauergams”, die sich ausschließlich von “preußischen Weichschädeln” ernähre. Genau so bunt gemixt präsentierte sich dieser Abend – nur, dass sich die sechs Vollblutmusiker absolut friedlich und handzahm gebärdeten und mit ein paar Weizenbier zum Schwungholen durchaus zufrieden waren. Wer weiß, sie hätten sich sonst vielleicht auch an den Geiß-Niddaern die Zähne ausgebissen, denn wenn die sich etwas in den Kopf gesetzt haben, ziehen sie es mit vereinten Kräften durch – und sei es ein randvolles Festprogramm und ein gut organisierter Abend wie dieser, bei dem wahrlich jedem Zuhörer warm ums Herz wurde, trotz kühler Außentemperaturen. Und wenn es außerdem stimmt, das Wolperdinger gemeinhin nur von “gutaussehenden Frauen in Begleitung eines zünftigen Mannsbilds” gesichtet werden können, so spricht auch dies für das begeisterte Geiß-Niddaer Publikum, das zu großen Teilen in schmucker,ländlich inspirierter Tracht erschienen war und die sechs auf der Bühne ganz augenscheinlich sehen konnte, dem Applaus und den Zugabe-Rufen nach zu urteilen.

Quelle: Kreis-Anzeiger vom 21.05.2007